Yes. Just a little.
In der Märzausgabe von wired schreibt Joel Johnson über seinen Besuch bei Foxconn, der Fabrik in China, bei der u.a. Apple seine Geräte zusammenbauen lässt und deren Suizidfälle wohl einzig und allein wegen des berühmten Auftraggebers in unseren Breiten bekannt wurden. Es ist die Beschreibung einer Fabrikwelt. Foxconn hat für die Arbeitsmigranten eine ganze Stadt in Shenzhen gebaut, inkl. Unterkünften, Kantine, Servicestellen, Internetcafés etc. Damit übrigens kümmerte sich Foxconn von Beginn an um einiges mehr um seine Arbeiter als anderen Fabrikanten, wo Arbeiter des Nächstens oft einfach in der Werkhalle schlafen, weil sie sich Wohnungen nicht leisten können. Aber eigentlich geht es um Industrialisierung, die Wiederholung der Geschichte und Verbraucherethik. Sehr lesenswert!
Passend dazu auch der Artikel von Brendan Koerner in der gleichen Ausgabe. Kleine und mittelständische Unternehmen holen ihre Produktion vermehrt wieder in die USA zurück, auch wenn es sie derzeit etwas mehr kosten mag. Aber sicherere Qualität, schnellere Anpassung bei Produktneuerungen und eine Annäherung der Lohnkosten (steigende Löhne in China treffen auf stärkere Robotisierung in den USA) sind insgesamt wichtiger als nur der billige Einkauf.