Eine andere Perspektive.

Plus, the next generations will literally grow up documenting their entire lives online. It’s unrealistic to expect them to erase their histories off the internet once they reach a certain age. Employers must learn to judge job applicants not by their past but by what they can bring to the company.
(Teresa Wu: “Generation Y in the Workplace Explained“; Hervorhebung von mir. via)

Noch letzte Woche sprach ich mit einem alten Freund, der seit neuestem Schüler in der Mittelstufe unterrichtet, über die Nachteile, die Jugendliche bei der Azubistellensuche haben können, wenn ihre youtube-Videos den älteren Semestern allzu krass erscheinen mögen und allzu leicht zu finden sind. Meine Meinung ist bislang die: Jeder wie er/sie will, hauptsache man ist sich der Konsequenzen bewusst. Dabei bleibe ich. Aber das allein reicht nicht. Eine solche Sichtweise legt die absolute, die alleinige Verantwortung in die Hände desjenigen, der sein Leben und seine Daten ins Netz stellt.

Informationsverbreitung, mithin Kommunikation, aber hat nicht nur den Sender, sondern auch den Empfänger. Und ebenso wie der Sender über eine gewisse Medienkompetenz verfügen soll, soll auch der Empfänger diese haben. Nur gerecht. Für den Empfänger bedeutet dies, immer im Hinterkopf zu behalten, dass das Internet – trotz allem – nur ein Ausschnitt der gesamten Person darstellt. Und im Zweifelsfall eine lang zurück liegende Vergangenheit lebendig erhält, die in Diskrepanz zur aktuellen Persönlichkeit steht.