Category: icke so

Nach diesem Wochenende bleibt nur noch eine Frage offen:

Zurück in die Gegenwart.

Motorola. Siemens. Eins, an das ich mich nicht erinnern kann, aber da muss was gewesen sein. Motorola. (3 Jahre. In Zeiten, in denen Mobiltelefone standardmäßig bereits nach 1 Jahr kaputt gingen. Es war perfekt.) LG. Nokia. Wir schrieben das Jahr 2009 und dieses Nokia konnte noch nichtmal Farbe auf dem Display. Aber es kostete nur ca. 15 Euro. Wieder LG. Zeitweise mit einer Vodafone Prepaidkarte in Indien. Internet war kostenlos, weil Vodafone das nicht aufm Schirm hatte. Sony Ericsson W910. Blackberry. (Wir nähern uns der Gegenwart. Und plötzlich sollte alles ganz schnell gehen.) iPhone 1. Generation. HTC Desire. iPhone 4. Mit Spaß und ohne Telekom.

iphone4

3 Dinge.

Ich möchte photographiert werden. So in richtig atmosphärisch. Von jemandem, der die ersten 10 Minuten übersteht, in denen ich immer nur dumm grinsen muss, aus dem ganz simplen und einfachen Grund, weil eine Kamera auf mich gerichtet ist. (Das ist mal ‘ne kack Angewohnheit, sag ich euch…)

Ich mache Klamotten so wie ich sie gerne kaufen möchte. Nix hier mit eigener Kollektion und so’n Scheiß. Nää. Ein Großteil der Klamotten, die für den weiblichen Teil dieses Planeten bereits hergestellt wurden, sind ja schon in Ordnung. Wäre da nur nicht die Farbe. Weiß. Gelb. Pink. Lila. Hellblau. Rosa auf grasgrün. Ihr ahnt mein Dilemma. Es gibt zu wenig tolle Dinge in dunkel. Das ändert sich in diesem Moment.

Ich möchte ein Blog mit mehreren anderen Menschen aufziehen. Ich will Gespräche führen. In Schrift, Ton, Stand- und Bewegtbild. Über das Leben in der Stadt. Über die kleinen Dinge. Steile Thesen. Geschichten aus Absurdistan. Das große Ganze. Eigentlich hab ich keinen Plan.

Schieß mich auf den Mond.

Operationen am offenen Herzen sind selten eine gute Idee. Vor allem, wenn man grade mal für das Vordiplom lernt. Aber ihr habt das Theme-Chaos der letzten Tage bestimmt überhaupt nicht mitbekommen, weil ihr ja immer alle brav nur im Feedreader lest.

Jetzt hier also ein neues Layout mit dem Comet-Theme. Die bunten Städte gingen mir nur noch auf den Geist. Und lenken auch viel zu sehr von den Bildern ab. Außerdem sind 1.5 Jahre meine ganz persönliche Lebenszeit fürs Layout. Alles andere würde das Gesetz der Serie missachten.

Und jetzt: weitermachen.

Fremdgehen.

Am Wochenende die Canon 5D vom Bosch in der Hand gehabt.

me with canon 5d

Schon beeindruckend das Teil. Aber das fehlende 2. Rädchen bei anderen Kameras macht mich plötzlich immer so hilflos.

me with canon 5d

Piratenbrigade.

Der Ronny verlässt sein Mischwerk, zitiert vorher nochmal alle zum Appell und macht sich dann ist schon auf und weg Richtung östlichem Grenzfluss.

Bis die Oder ihn dann wieder Richtung Havel ausspuckt, werden Peter von den Blogrebellen, Mister Honk, Mogreens, Doktor Katze, die dragstripgirl-Sara, Murdelta und eventuell, wenn er es schafft, (und ich ihn einfach lang genug mit sozialistischem Gruppengedöns genervt habe) Björn Grau sowie meine Wenigkeit dort bloggen.

In den nächsten drei Wochen dann also vorzugsweise hier.

ROSKILDE! ICH! HEUTE!

Gleich geht’s los. Mehr dann auf diesem Kanal.

Schuhe kaufen mit miss sophie, Part 3.

Diese Woche meint es gut mit mir. Spoiler: Es gibt ein Happy End. Jetzt schon! Mit Zugabe! Ich hatte mich auf ewige Suchen eingestellt. Aber wie immer ist die richtige Einkaufsmeile der beste Berater. Berliner, wenn ihr nicht gerade Kohle und Geschmack für die kleinen Boutiquen aufbringen könnt, dann ab ins Gesundbrunnencenter. Da jibbet einfach allet. In bezahlbar.

Die angekündigte Sozialstudie habe ich nach heiterem Sonnenschein wieder abgebrochen. Ich wollte mal gucken, wieviele Jugendliche in vermutetem, schulfplichtigem Alter sich tagsüber im Center rumtreiben. Sei es aufgrund von Ausfall, sei es aufgrund von Schwänzen. Ersteres ist in Berliner Schulen ja eine ernstzunehmende Option. Da sollte man keineswegs irgendwelchen Stammtischparolen ob faulenzender Schülerschaft nachhängen. War aber kaum jemand da. Wie gesagt, die Sonne schien sich halb tot. Da kommt dann ja auch noch das Hitzefrei ins Spiel. Auch wenn’s dafür noch zu kalt ist, also fällt das auch wieder raus. Aber ich schweife ab.

Zig gut sortierte Schuhläden und eine Vorstellung. Die sich von Schuhladen zu Schuhladen einander annäherten. Am Ende kam sogar eine Armbanduhr bei rum. Mit Zeigeruhr. Zeigeruhren und ich, das ist auch so eine Geschichte. Bis heute muss ich immer überlegen, was die Zeigeruhr mir denn jetzt eigentlich zeigt. Ein Blick auf eine Digitaluhr und ich weiß sofort, was die Kuh muht, der Hase schnüffelt und der Igel piekst. Ein Blick auf eine Zeigeruhr und das “großer Zeiger heißt…, kleiner Zeiger ist dann…”-Spiel geht los. Der geneigte Leser könnte nun vermuten, dass es sich hierbei um ein Lernversäumnis in früher Kindheit handelt. Allein: Oh contraire, mes amis! Noch im letzten Jahr meines Kindergartendaseins – ich lernte gerade eben so meinen Namen schreiben – verbrachte mein Opa jede freie Minute, die ich mich nicht rechtzeitig in die Arme meines damaligen Spielkameraden flüchten konnte, damit, mir das Uhrenlesen beizubringen. Stunde um Stunde fragte er mich ab. Stunde um Stunde lernte ich das “großer Zeiger heißt…, kleiner Zeiger ist dann…”-Spiel. So gut, dass ich damit einfach nicht aufhören kann. Und ich brauche wohl nicht extra zu erwähnen, dass meine erste Uhr dann eine Digitaluhr war. In pink. Auch so was. Aber das tut hier nun wirklich nichts zur Sache.

Kommen wir zurück zu den Schuhen.

schuhe

Und jetzt kümmer ich mich wieder um die wichtigen Dinge im Leben.

Gewappnet.

visitenkarten

Seit Wochen schleiche ich um sie herum. Gelegenheiten. Momente. Ausdrücke. Ganze Geschichten, die sich in einem Gesicht widerspiegeln. Wie der alte Mann neulich in der Straßenbahn. Er war alleine unterwegs. Ich schätzte ihn auf Mitte, Ende sechzig. Weißes Haar. Der Körper leicht vornüber gebeugt. Seine Gesichtszüge haben von Sorgen erzählt. Sein Blick folgte dem Trubel um ihn herum mit einem Lächeln in den Augen. Ich selbst stand 2 Reihen weiter hinter dem Fahrkartenknipsdings, angelehnt an die Lamellenverbindung zwischen den Waggonteilen. Ich sah ihn in diesem Rahmen. Ein Moment. Ein Ausdruck. Eine Gelegenheit.

Ich ließ sie verstreichen. Ich machte mir Gedanken darüber, was die anderen Fahrgäste von mir denken würden, wenn ich jetzt auf den Auslöser drücke. Das Gespräch mit dem alten Mann hatte ich bereits im Kopf. “Entschuldigung, darf ich kurz stören. Ich habe gerade ein Photo von Ihnen …” Er war mein Mittelpunkt, ich hätte nur mit ihm gesprochen, aber die anderen wären auch auf dem Bild gewesen – erkennbar.

Aber auch das Gespräch mit dem Mann. Es fehlte noch etwas. Wie bei dem Mann gestern auf der Tucholskystraße. Er saß im Schatten an einem Tisch. Das glückliche Lächeln auf den Bildschirm gerichtet. Auch er hatte die 50 bereits hinter sich gelassen. Auch ihm stand ein Leben ins Gesicht geschrieben. Auch bei ihm dachte ich über das potenzielle Gespräch nach. Die Kamera hatte ich im Anschlag. Auch das Motiv war gut. Aber wieder fehlte etwas. Das Gewappnetsein. Und eine Karte.

Seit heute habe ich alles beisammen. Die erste Karte habe ich heute mittag vergeben.

Mein Dank geht an Christoph. Ohne die offene Beschreibung seines Zugangs zur Street Photography hätte ich wohl kaum so schnell den Mut aufgebracht. “Freundlichkeit und Offenheit” – selbst wenn das Bild nichts geworden ist. Auch das habe ich heute gemacht. Ein Ehepaar und der Vater von einem der beiden Ehepartner. Ich habe gemerkt, dass der Vater in meine Richtung blickte, als ich das Bild schoss. Er schaute gleich wieder weg. Ich wusste nicht, ob er sah, dass ich ein Photo von ihnen geschossen hatte. Das Bild wurde nichts, ich habe es sofort wieder gelöscht. Aber ich bin dennoch hingegangen, um ihnen davon zu erzählen. Angriff ist die beste Verteidigung. Sie haben es mit Erstaunen und einem Lachen angehört.

Schuhe kaufen mit miss sophie, Part 2.

Okileedokilee. Ich mach das ab jetzt immer so: Erst der Rant, dann der Einkauf.

Ich bin immer noch ganz benommen. Keine Pulshöhen. Dezentes Erstaunen ob mancher, nein, ob vieler Exemplare. Aber kein Erschüttertsein. Kein Zorn auf die Designer, was sie denn glauben, wer so was schön finden könnte. Kein Zorn auf die Damen der Schöpfung, dass sie den Scheiß auch noch kaufen und die Designer und Firmenchefs in ihrem, mit jeder Kollektion sich selbst übertreffenden Griff ins Klo ermutigen. Fünf Schuhläden und zwei Kaufhäuser lang hatte ich nichts als Enttäuschung erwartet und wurde mit einem Fastkauf belohnt. Jaja, ich höre und staune über mich selbst. Beinahe wäre es soweit gewesen. Zwei Paare haben es sage und schreibe an meine Füße geschafft. Dagegen ist der Sieg bei diesem Musikdingsfest ein Klacks. Die Sohle des einen und die Oberflächendings des anderen: das wär’s gewesen. Ich weiß also jetzt, was ich will…

…Erfahrene Bekleidungsneurotiker werden an dieser Stelle die Luft anhalten, vielleicht ein kleines Stoßgebet gen Himmel schicken und mir hoffentlich die Daumen drücken. Denn… GROßER FEHLER! Jetzt nämlich kommt die echte Herausforderung: Schuhe finden, die meiner Vorstellung entsprechen. Dagegen ist “überhaupt erstmal den richtigen Typ Schuh finden” die Kinderkrippe vom Kindergarten vom Sieg des Musikfestdings.

Glücklicherweise hat die Schuhindustrie irgendwann in den letzten fünf Jahren beschlossen, dass Nietengürtel in Fußform heißer Scheiß sind. Das hat den lustigen Nebeneffekt, dass auch Ware mit dem Label “klassisch” plötzlich so Nietendinger verpasst bekommt. Natürlich wesentlich dezenter in der Ausführung. Und damit exquisit passend für meine Zwecke. Ich bin gespannt, wie es ausgehen wird.

Wie alles begann, part 1.