der falsche blick.
eiskalt zieht es hinunter.
worte sind gar nicht notwendig.
sie sind trotzdem da.
hass.
blinde wut.
zerstörerisch.
in einzelteile zerlegt.
das lego für erwachsene fängt wieder an den grundmauern an.
ein fingerschnippen.

ausm kraftfuttermischwerk
Happy Hour in der Schwimmhalle.
Liebe Berliner Bäder Betriebe,
euer Früh/Spättarif ist eine grandiose Sache. Ebenso die Tatsache, dass eine ganze Menge Schwimmhallen bis 22:00 Uhr geöffnet sind. Dumm nur, dass beide günstig-Tarife (wir reden hier von 2,50 pro Flossengeplantsche gegenüber 4,- tagsüber, und jetzt rechnet das mal zusammen bei 2x Schwimmen die Woche) zu Zeiten liegen, an denen ich aus Rücksicht auf mein eigenes Leben besser nicht schwimme (morgens) oder mit Sozialevents beschäftigt bin (abends).
Wie wäre es mit einer weiteren Happy Hour zur Mittagszeit? Da habe ich ganz oft Zeit. Und bestimmt auch ganz viele andere Menschen mit wenig Geld und, sagen wir mal, flexibler Tagesplanung. So viele Schüler können doch um diese Uhrzeit nicht sämtliche Bahnen dieser Stadt verstopfen.
Beste Grüße,
deine miss sophie
Ihr braucht mal wieder ein superduper Gelegenheit, mit dem zähnefletschenden Wolf in euch Kontakt aufzunehmen?
Ab ins Schwimmbad! Vorzugsweise an Tagen, an denen das halbe Becken mit Menschen aller Altersstufen und Gewichtsklassen für einen Wassergymnastikkurs zu den größten Hits der 80er, 90er und heute belegt ist. Whitney Houston my ass…
Bleiben noch 3 Bahnen für die, die ganz klassisch einfach nur hin und her schwimmen wollen. Auf besagten 3 Bahnen tummelt sich – herrgottnochmal! – natürlich alles, was bei der Vergabe lebensnichtsonotwendiger Zutaten wie “gegenseitige Rücksichtnahme” oder “mitdenken, leute” mit sich selbst beschäftigt war. Die 3 Bahnen sind übrigens so aufgeteilt, dass nur 1 davon eine echte, mit so überdimensionierten Perlenketten abgeteilte Bahn ist und die anderen beiden sind ein zusammengelegtes, großes Planschebecken. Auf der Perlenschnurbahn geht es sinnvoll voran. Rechts die Bahn runter, links die Bahn wieder hoch. (Das ist weitaus problemgespickter als der soeben geäußerte Satz vermuten ließe, doch dazu gleich mehr.) Nicht so im Planschebeckenareal. Hier wird wild rumgegurkt wo halt Platz ist. “Aber ich und meine allerallerbeste bff MÜSSEN nebeneinander schwimmen. Wir gehen sonst sofort unter! Das MUSST du doch verstehen.” Jaja (und das heißt hier, was es heißt), dann bringt euch mal in die Bikiniform, die ihr nicht habt, während das dazugehörige Kleidungsstück noch ein ganzes Weilchen in eure Hüften kneifen wird. Und immer schön das Köpfchen in die Höhe recken. Kann ja nicht sein, dass die Haare nass werden. Den Chlorgeruch kriegt man ja so schwer wieder raus. Neenee, ich hab da vollstes Verständnis für.
Sehr beliebt in meiner Hitliste paddelnder Hassobjekte ist die mittelalte bis alte Frau, deren Arzt ihr erzählt hat, sie müsse regelmäßig wie ein umgefallener Käfer mit ihren Treterchen auf ebensolche Weise gegen das kühle Nass ankämpfen. Da die mittelalte bis alte Frau nicht mehr so gut sehen kann, kann sie auch die Paneelendecke mit ihren schnurgerade angeordneten Platten nicht mehr erkennen. Die eignen sich ganz hervorragend dafür, beim Rückenschwimmen halbwegs gerade zu bleiben. Aber… die mittelalte bis alte Frau sieht das ja nicht mehr. Also muss sie sich – sie schwimmt käfert übrigens im Planschebecken – immer nahe der Perlenkette aufhalten. Da kann sie sich dann mit einem Ärmchen immer an der Perlenkette festhalten. Vermutlich das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie dies tun kann. Dummerweise hilft auch die Perlenkette nicht dabei, grade zu schwimmen und so gerät die mittelalte bis alte Frau auch mal unter der Perlenkette hindurch mit ihren Beinchen auf die andere Bahn. Meine Bahn. Was ich alte Frauen in den letzten Wochen ungewollt getreten habe. Wundert mich, dass ich noch keine Anzeige wegen Körperverletzung sitzen habe.
Das Planschebecken ist – ihr ahnt es – der beste Ort, um Hass in sich aufwallen zu lassen. Beim ersten Mal habe ich noch unfassbare 2 Bahnen mit Ausweichen, Systematik verstehen und Verständnis aufbringen verbracht. Bei meinem letzten Versuch hat es genau eine halbe Bahn gedauert, bis ich entnervt und kurz vorm Hackebeilschwingen die Biege gemacht habe.
Kommen wir zu den Problemen auf der Perlenschnurbahn. Ich sag nur: die Sonntagsfahrer unter den Schwimmern! “Schwimmen ist doch so gut. Hab ich mal gehört. Also… hat mein Freund gesagt. Der ist auch hier. Der wartet schon am Beckenrand auf mich. Weil, wir können natürlich auch hier beim Schwimmen nicht aufhören, miteinander rumzuturteln. Wir nehmen auch nur die Hälfte des Beckenrands ein. Ach? Da steht noch jemand und macht grade ‘ne Pause? Oh, ihr könnte gar nicht richtig wenden? Hmmm… hihi, egal, ich muss jetzt weiter turteln.” Dummerweise gehst du das erste Mal seit deinem Schwimmunterricht in der dritten Klasse wieder ins Wasser und genauso bewegst du dich auch. Für Schnecken ist das Planschebecken genau der richtige Ort, also ab dafür.
Das sind dann auch häufig die Frauen, die ihre Beine nicht auseinander kriegen. Anstatt beim Brustschwimmen die Beine froschartig mit den Knien seitlich nach außen einzuknicken, halten sie die Kniee schön beieinander und versuchen, mit einem vertikalen Fußkick vorwärts zu kommen. Mädel, da ist selbst die alte Frau auf der anderen Seite der Perlenkette scheller als du. Und der arme Typ. Ich frag mich immer, wie prüde der Sex mit solchen Frauen sein muss. Aber vermutlich hat er’s auch nicht anders verdient.
Nun ist es keineswegs so, dass ich zu den Kamikazes unter den Schwimmern zähle. Für meine 70-80 25m-Bahnen brauche ich etwa 1 Stunde inkl. Luftholpausen. Das ist so Mittelfeld. Aber es gibt nur selten Probleme mit den schnelleren Leuten. Nach 2-4 Bahnen hab ich in etwa raus, wer gleich schnell oder schneller ist. Beim Wenden ein kurzer Blick nach hinten. Und dann entweder warten und vorbei lassen oder weiter schwimmen. So einfach ist das. Da braucht man nur diese kleine, lebensnichtsonotwendige Zutat genannt “mitdenken”. Und wenn ein eigentlich schnellerer Schwimmer mit Blick auf die Bahn am Beckenrand steht, kann man ihn/sie auch einfach mal fragen, ob das jetzt ‘ne Pause ist oder nur ein kurzes Abwarten, bis die Schnecke da vorne endlich ein paar Meter vorwärts gekommen ist.
Zum Abschluss mal noch ne ernstgemeinte Frage: Wie anmaßend wäre es – so als Mittelfeldschwimmer, der ich bin – die Schnecken auf das Planschebecken zu verweisen? Es liegt mir jedes Mal auf der Zunge, aber oh! die gute Erziehung!
Schein her weg wie wo was. Ach nee, Ego baden.
Hierzu stellen Sie bitte nicht nur Bescheidenheit und Selbstzweifel, sondern auch Ihre analytischen Fähigkeiten kurz zu Seite, wir wollen hier schließlich ein Ego baden und keinen Wasserschaden im Hirn verursachen. Achten Sie darauf, Ihr Ego komplett zu bedecken, die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder.
“Kampf um und Befreiung von Scheinen” auf Koch- und Buntwäsche. Empfohlen von bitboutique.
Und sowieso und überhaupt. Schmökert in diesem Blog!
ick schmeiß mich weg.
Köln, in der U-Bahn
Eine Frau ruft offenbar eine Bekannte an:“Hi, ich bins, ich will dich gar nicht lange stören! Ich wollte dich nur fragen, ob du am Donnerstag abend Zeit hast, ich hab nämlich zwei Karten für NIGHTWISH gewonnen!! Kennste?? Das ist so ne Comedy-Show im Waschsalon, wo so Nachwuchskünstler auftreten.”
Pause.
“TOTAAAAAAAAAAAAL WITZIG!!! Das scheint aber was größeres zu sein diesmal, das ist nicht im Waschsalon sondern in der Live Music Hall….!?!?”
belauscht in Köln von Spooky
?
Gestern ging ein Post hier raus. Zu dem, was ich da geschrieben habe, stehe ich. Auf das Niveau, auf das ich damit gesunken bin… nun ja, es gibt Momente im Leben… Aber das hat hier, an dieser Stelle, nichts zu suchen.
Ich entschuldige mich bei allen, die ich damit zwischen zwei Stühle gestellt habe. Nicht nur hier, dann auch noch persönlich.



