Month: Januar, 2010

Ruhm. Daniel Kehlmann. Der beste Episodenfilm, der je zwischen zwei Buchdeckeln gepackt wurde.

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He was not himself because his wife was not herself, because in marriage you acted and reacted one upon the other, however much you wished it otherwise, and whether you wanted to or not.

A Silence of Desire. Kamala Markandaya.

Bilder und eine Stimmung.

Blur’s “Out of Time”. Das Video dazu eine Reportage über eine Soldatin auf einem Flugzeugträger. Ein paar Monate, bevor Song und Video veröffentlicht wurden, habe ich die Reportage gesehen. Sie hatte eine gewisse Stille und Melancholie transportiert. Und dann hörte ich die Klänge von “Out of Time” dazu und war sprachlos. Ein bisschen, weil ich die Reportage vorher gesehen hatte. Hauptsächlich, weil die Musik wie geschaffen für diese Bilder ist. Und umgekehrt.

Weshalb ich da jetzt drauf komme: Guten Morgen.

die beiden. ich mag sie am liebsten.

op saal

liegegeruest

beide in den beelitz heilstätten aufgenommen.

Collaborative Futures Book Sprint

Im Rahmen der transmediale 10 gibt es nächste Woche einen Book Sprint in Berlin. 5 Tage. Mindestens 6 Menschen in einem Raum, eher mehr. Diverse Menschen online und remote. Am Freitag 18:00 Uhr wird veröffentlicht. Das Einzige, das vorher feststeht, ist der Titel: “Collaborative Futures”. Alles andere passiert in genannten 5 Tagen.

Kopf und Knotenpunkt des Book Sprints ist Adam Hyde von flossmanuals. Mehr Infos gibt’s bei der transmediale und bei OpenEverything.

Mal sehen, was ich dazu beitragen kann.

“Jean Luc und die Singularität vorm falschen Fenster.” Nachlese. #jl1

Vorher. Unwissen. Verwirrung. Kann ich etwas beitragen? Ja, doch. Welchen Einfluss hat das Netz auf unser Leben und Arbeiten. Letzteres. Da bin ich dabei.

Mittendrin. Eine große Runde. 30-40 Menschen. Nicht nur die üblichen Verdächtigen. Das ist gut. Das regt an. Es ging mir um zwei Dinge: Wandel der Arbeit und Vermittlung dieses Wandels. Letzteres kam viel zu kurz, erst der Sonntag hat in der großen Runde Ideen gebracht. Aber das war auch gut so. Nicht gleich alles auf einmal und schon gleich gar nicht bei dem kalten Wetter.
Der Freitag begann mit großer Vorstellungsrunde und allgemeinem “Weshalb bin ich hier”-Austausch. Eine erste, dennoch sehr vage Vorstellung begann sich zu formen, was thematisch passieren oder auch nicht passieren könnte.
Der Sonnabend brachte Kategorien. (Bezeichnungen können vom tatsächlichen Titel sowie vom nachfolgenden Inhalt abweichen.) “Selbstverständnis der Netzbewohner”. “Kollaboration. Methoden & Tools”. “Politik”. “Bildung & Lernen”. “DIY & Replikation”. “Produktionsbedingungen & Copyright”. “Netzphilosophie”. Und einige wenige andere mehr. Ich persönlich hätte wie gesagt gerne zum Thema “Bildung” gearbeitet. Es beinhaltet den Aspekt Vermittlung und dieser ist ein ganz wichtiger. Aber es fanden sich nicht genug Mitstreiter. Vielleicht musste dieses Thema auch einfach in großer Runde besprochen werden. Wieauchimmer. Auf zu Thema No. 2: Produktionsbedingungen. (Das mit dem Copyright hatte sich sehr schnell erledigt in unserer Runde. Lustigerweise werde ich aber wohl just nächste Woche das gleiche Thema in anderem Ansatz und inkl. Copyright wieder auf dem Tisch haben.)

Produktionsbedingungen also. (Marx. Ein bisschen Marx könnte nicht schaden in diesen Zeiten. Ich bin ja morgen wieder in Bibliotheksnähe.) Coworking und neue Arbeitsformen waren mein Ausgangspunkt. “Welche räumliche und technische Infrastruktur sowie soziale Faktoren braucht es, um neue Arbeitsformen (gerade auch Firmenchefs und Angestellten) zu Gute kommen zu lassen?” Das war einer meiner Ausgangsfragen. Mit @norbertschmidt, @searchparty und @waxmuth saß ich zusammen und wir sprachen über Dinge, die nötig sind, um das Arbeitsleben schöner zu machen. Für uns und für andere. Für alle. Wir fingen an mit einer Bestandsaufnahme. In welche Richtung verändert sich Arbeit? Mehr freie Zeiteinteilung für den Einzelnen. Weniger von Chefetage aus verordnete Gebundenheit an einen Ort. Die Arbeit mit immateriellen Ressourcen und Produkten/Gütern/Inhalten wird immer weitverbreiteter (chronologische Stichworte: Dienstleistungssektor, Kreativwirtschaft, Wissensgesellschaft). Das was am Ende bei raus kommt, braucht im Grunde noch einen neuen Namen. Produkte und Güter sind begrifflich noch stark an der Materialität orientiert und es wird sie auch immer geben, die materiellen Dinge in unserem Leben, selbst wenn es irgendwann nur noch 2-3 pro Haushalt sind und alles andere direkt in unser Gehirn übertragen wird. Das Arbeiten mit Immaterialität ist aber etwas, das sich als Erkenntnis noch nicht weit genug verbreitet hat. Chefs und Musikindustrien setzen noch sehr gerne auf das, was leicht zählbar ist. Die Anwesenheit des Angestellten in Stunden. Der Verkauf von Musik in Tonträgereinheiten. Es ist ein bequemer, positivistischer Weg, dem Wirtschaftsgut und seiner Wertzuschreibung eine Grundlage zu verpassen.

Ein anderer, schon weiter verbreiteterer, sich verändernder Aspekt von Arbeit ist der, dass Vollbeschäftigung in 1 Beruf mit 1 Tätigkeitsbeschreibung mehr und mehr der Vergangenheit angehört. Da kann der jeweilige Arbeitsminister in unserem Land noch so oft von diesem Konzept reden. Teilzeit und Selbständigkeit werden immer weiter zunehmen. Und die Politik sollte das endlich mal progressiv angehen. Die Ich-AG nicht als Notlösung für Langzeitarbeitslose einführen, sondern als gesamtgesellschaftliche Option auch für unzufriedene Angestellte benennen. (Und ich rede hier nicht von irgendwelchen finanziellen Hilfen, sondern in allererster Linie vom Aussprechen und Benennen einer neuen Lebenswirklichkeit, die als Positivum dargestellt werden muss.) Teilzeitarbeit muss den Stempel des prekären Arbeitsverhältnisses verlieren. Teilzeitarbeit ist eine Chance. Sie bietet Zeit, andere Dinge auszuprobieren. Dazu muss aber auch Teilzeitarbeit besser bezahlt werden.

Womit wir wieder beim Wert von Produkten/Wirtschaftsgütern und Arbeit wären. Denn selbst eine Teilzeitstelle reicht für viele hier nicht mehr aus, um ihr Leben zu finanzieren. @norbertschmidt war der Utopist in unserer Runde. Mit dem Versuch, Arbeit und Entlohnung ohne Monetarisierung, Geld und Finanzen zu denken. Wir sind zwischendrin in einer Tauschgesellschaft gelandet. Ich finde die Idee als extremes Gedankenexperiment großartig, um darüber auf neue Ideen für unser Hier und Jetzt zu kommen. Aber ich kam nie über den Punkt hinaus, dass Tauschen (selbst, nein gerade indirektes Tauschen von Gütern oder Inhalten) ja immer nur eine Vorform der Einführung von Geld war.

Aber dabei sind 2 Dinge für mich von neuer Seite offenbar geworden (von denen ich ad hoc nicht sagen kann, inwiefern sie inhaltlich zum Thema Tauschsystem gehören). Unser Verständnis von Solidarität und Vertrauen gleicht sich mehr und mehr dem wirtschaftsliberalen Menschenbild an.
Der Wert von Kunst unterliegt dem gleichen Diktat. Als (Langzeit-)Student ist mir irgendwann bewusst geworden, dass ich das nur machen kann, weil unsere Gesellschaft es sich leisten kann, Menschen mit zumindest halben Stipendien durchzufüttern. Sozialsysteme muss sich eine Gesellschaft leisten können wollen. Wir hier in Deutschland haben einen Lebensstandard, der die Subvention von Kunst (wie auch von bestimmten wirtschaftlichen Bereichen) finanzieren kann. Der Umbruch der zu Grunde liegenden Produktions- und Verteilungsbedingungen macht deutlich, dass die Anerkennung von Kunst als etwas ohne Gegenwert (im betriebswirtschaftlichen Sinne) sinkt und neu erkämpft werden muss. Oder vielleicht auch einfach ständig erkämpft werden muss. Da vermag ich mich nicht festzulegen.

Der Sonntag brachte dann das heiß ersehnte Thema Vermittlung auf den Tisch. Jeder von uns kann im privaten Umfeld das Positive der Netzkultur und die Vorteile der Veränderungen an seiner Mitmenschen weitergeben. Sei es die Großmama, mit der mensch den ersten Onlineeinkauf tätigt. Seien es die Freunde/Bekannten, die man fragt, was sie eigentlich so über “dieses Internet” denken. Jeder von uns kann im öffentlichen Umfeld tätig werden. Netzpolitik. Kunst. Über Postkarten mit Kneipenbesuchern in Dialog treten. Als Netzwerk ein Anlaufpunkt für andere Interessierte werden. Was immer die Ideen sein mögen. Und all das mit dem Selbstverständnis, das wir keine Missionare sind und unser Weg nur einer von vielen ist.

Jean Luc und das Wirrnis des ersten Tages. #jl1

Gestern kurz vorgestellt und kennengelernt. Wer sind wir, unter welchem Namen sind wir im Netz unterwegs und was interessiert uns. Fragen für heute auf Karten geschrieben. Trotzdem allgemeine Wirrnis. Aber sie fühlte sich gut an. Dann kurze Filme anschauen. Anja Krieger hat auf den Blogpiloten die Liste versammelt.

Jean Luc und die Singularität vorm falschen Fenster. #jl1

In drei Stunden beginnt er, der performative, kollaborative thinkthank. Es geht um die – ich möchte fast sagen üblichen – Themen, die unsereins im Zeitalter der virtuellen und realen Globalisierung beschäftigen:

Arbeit und Leben verändern sich rapide. Das erste Mal in der Geschichte der Menschheit wird eine global vernetzte und partizipative Gesellschaft möglich. Welche Auswirkungen hat all das auf unser Leben, auf unsere Formen zu arbeiten, zu lernen, zu lieben, zu konsumieren, zu produzieren, sich politisch zu agieren, auf Kunst und Kultur? Wie wollen wir diese Entwicklung gestalten?

Das ist alles und nichts. Ich habe keinen blassen Schimmer, was mich dort erwartet. Soll heißen, mit welchen Gedanken die anderen Teilnehmer dort aufschlagen. Beim atoms&bits-Camp im September ’09 war ich nicht dabei. Viel Material hat es nicht ins Netz geschafft. Oder zumindest nicht für mich sichtbar. Das ist extrem schade und ich werde meinen Teil dazu beitragen, dass sich das dieses Mal ändert.

Und nun sitze ich hier und denke darüber nach, wie ich selbst die Zukunft gestalten will. Ein Coworking Space ganz eigener Coleur steht oben auf der Liste. Die Kommunikation mit Menschen aufnehmen, die kaum Ahnung von und dafür umso mehr Angst vor diesem Internet mit seinen überbordend erscheinenden und seienden Möglichkeiten haben. (Dies betrifft meist diejenigen, die älter sind als ich.) Die Kommunikation mit Menschen aufnehmen, die viel Ahnung und umso weniger Angst haben, selbst und mit ihren Freunden (fast) alles in diesem Internet auszuleben. (Dies betrifft meist diejenigen, die jünger sind als ich.) Literatur begleiten, in ihrer neuen, verlagsfreien Welt. Dem sozialen Kapitalismus neues Leben einhauchen. Ein (geographische) Basis zum Leben haben wollen und dennoch nicht an sie gebunden sein.

Das sind sie, die Gedanken, die mich gerade umtreiben. Bis gleich zum gemeinsamen Gedankenpingpong.

iTunes und der Play-Button in 10.6 Snow Leopard.

Manchmal denke ich an Apple und vergleiche es mit Napoleon. Das passiert vorzugsweise in nachfolgend beschriebenen Situationen. Seit Snow Leopard passiert beim Klicken des Play-Buttons folgendes: iTunes öffnet sich oder fängt an, den nächsten Track zu spielen. Meine Reaktion: #hass #blinder.

Jetzt muss ich, glaube ich, hinzufügen, dass ich iTunes verabscheue wie der Teufel… usw. Wer nichtmal optional in der Lage ist, mir meine eigene Ordnerstruktur anzuzeigen… Aber lassen wir das. Wann immer ich also in Cog einen Song via Sonderfunktionstaste startete oder pausierte, kam iTunes dazwischen.

Und das ist jetzt – ihr ahnt es – Vergangenheit. Kudos to Oscar und seinem quasi workaround, den er bei superuser.com gepostet hat.

1. ggf. iTunes schließen
2. iTunes.app (aus dem Ordner ‘Programme’) auf den ‘Schreibtisch’ verschieben (keine Ahnung, ob das nun wirklich nötig ist, aber schaden tut’s halt auch nicht)
3. rechte Maustaste: ‘Paketinhalt anzeigen’
4. Datei ‘Info.plist’ mit TextEdit öffnen
5. nach diesem Codeschnipsel suchen:
<key>CFBundleIdentifier</key>
<string>com.apple.iTunes</string>

und dem iTunes ein schickes z verleihen (ich vermute, dass Oreo-Liebhaber auch ein kompaktes iTuneo entwerfen können):
<key>CFBundleIdentifier</key>
<string>com.apple.iTunez</string>

6. Datei speichern und die iTunes.app wieder in die ‘Programme’ zurückverschieben.

Oscar gibt noch den Tipp, den iTunes Helper in den Systemeinstellungen beim eigenen ‘Benutzer’ (und dann ‘Anmeldeobjekte’) auszustellen. Hab ich gemacht. Nur die Abmeldeprozedur habe ich nicht gemacht und die war bei mir auch nicht nötig.

Jetzt macht iTunes genau das, was es soll: Die Klappe halten.

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magic mouse