Month: Februar, 2009

Infoseite der Berliner Verwaltung zum Volksentscheid Ethik – Religion

Auf berlin.de gibt es seit heute eine Infoseite zum Volksentscheid: “Ethik und/oder Religion – Worum geht es beim Volksentscheid am 26. April?“. (via ND)

Momentan ist die Seite (natürlich möchte ich fast sagen) noch sehr Senats-lastig. Es gibt bspw. keinen Link zur Pro Reli Gruppe. Es täte der Seite recht gut, wenn sie etwas ausführlicher über die Hintergründe der Entscheidung von 2006 informiert und progressiv auch die Kritikpunkte thematisiert. Der Pro Reli Initiative kann man m.E. nämlich ganz leicht den Wind aus den Segeln nehmen, wenn man eine Diskussion um die Änderung des bestehenden Rahmenplans innerhalb des großen Ziels “Dialog zu Wertefragen” anstößt.

Bei der Sparkasse Onlinekunde werden und ein kleines Detail mittendrin.

Heute morgen kam es mir erneut in den Sinn, dass ich ja schon länger mal vorhatte, einen Onlinezugang für mein Sparkassenkonto zu beantragen. Auf der Homepage gab es auch gleich den passenden Link. Flugs alles ausgefüllt und zum Glück schon den ersten Kaffee intus gehabt. Denn zwischendrin wird einem dabei ein nettes Detail untergeschoben.

Auf Seite 2 des Antragsformularvorausfüllens kommt die übliche AGB-Frage. Das Preisverzeichnis spricht ebenfalls für sich. Und die Verbraucherinformationen enthalten weitere Hinweise dazu, was es mit dem Onlinebanking auf sich hat usw.
schritt21

Man kennt das. Man setzt sein Häkchen. Es folgt Seite 3.
Hier ist nun die abschließende Übersicht aller eingebenen Daten. Und die leise Frage, an welcher Stelle ich denn eigentlich mein Häkchen für die “Einwilligungserklärung zur Nutzung von Daten” gesetzt habe?!?!
schritt3

Im Detail enthält die Einwilligungserklärung folgendes:

Um die Beratungsleistungen der Bank mir gegenüber zu optimieren und mich ausschließlich über ihre Produkte zu informieren, ermächtige ich die Landesbank Berlin AG, Transaktionsdaten aus dem Zahlungsverkehr (z.B. Auftraggeber von Lastschriften oder deren Verwendungszweck) und die Produktinanspruchnahme zu speichern und diese zu o.g. Zweck auszuwerten.

Diese Daten werden vertraulich behandelt und für diesen Zweck nach spätestens 24 Monaten gelöscht.

Ausgenommen von dieser Einwilligung sind sensible Daten gemäß § 3 Abs. 9 BDSG.
Diese Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden.

§ 3 Abs. 9 BDSG besagt übrigens:
“(9) Besondere Arten personenbezogener Daten sind Angaben über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben.”

Mein WTF wurde gleich ums Doppelte größer, da es seit 2007(?) erforderlich ist, dass für Werbung explizit und getrennt von den AGB die Zustimmung des Kunden einzuholen ist. Und Produktinformation fällt für mich unter Werbung für die eigenen Produkte. Das entnehme ich auch dem Hinweis auf die Widerrufsmöglichkeit. Aber vielleicht kennt sich jemand noch genauer aus.
Grundsätzlich vermute ich, dass jede Bank so etwas ähnliches sowieso schon macht. Aber es ist krass, wenn nicht gar gesetzeswidrig, dass die Zustimmung einfach so untergeschoben wird und es keinerlei Möglichkeit gibt, diese in Schritt 2 explizit zu geben.

Achtet auch mal auf die kleine Relativierung “… und für diesen Zweck nach spätestens 24 Monaten gelöscht” und die Möglichkeiten, die das rein theoretisch für wildes, legales Datensammeln über die 24 Monate hinaus eröffnet.

Artikel von blogger.com zu wordpress importieren und Permalinks anpassen.

Mit dem Umzug auf die eigene Seite wollte ich meine Vergangenheit keineswegs nur mit einem schnöden Link in der Sidebar gegenwärtig halten. Also hab ich fix alle Posts (inkl. Kommentaren und Kategorien formerly known as labels) mit dem wordpress-eigenen Import-Tool eingespeist. Nur um mich an unleidigen 404-Seiten zu ärgern, die auf sämtliche Links folgten. Und weil mit einem Plugin von Justin Watts am Ende alles gut geworden ist, ich aber keine Beschreibung auf deutsch hierfür gefunden habe und mit WP 2.7 darüberhinaus das Plugin an leicht veränderter Stelle auftaucht, was bei Watts wiederum nur in den Kommentaren steht und weil ich endlich auch mal ein kleines Dankeschön in Form einer “so läuft’s”-Beschreibung loswerden will und weil heute die Sonne schien und sowieso und überhaupt:

Part one: Posts von blogger.com importieren.
Unter Werkzeuge > Daten importieren “Blogger” wählen, den Beschreibungen, Links und Buttons folgen und sich dann gemütlich ein Zigarettchen drehen (je nach Menge der zu importierenden Posts und Kommentare das Zigarettchen rauchen).

Part two: Die Permalinks anpassen
1) Plugin downloaden, zip-Datei entpacken und die enthaltene Datei wp-maintain-blogger-permalinks.php (per FTP) in den Ordner /wp-content/plugins hochladen.
2) Das Plugin aktivieren.
3) Unter Werkzeuge > Maintain Blogger Permalinks den sich selbst erklärenden Button drücken. (Hier ist übrigens die Neuerung versteckt. Bis 2.6 war das Ganze unter Einstellungen > … zu finden.)

Jetzt gilt es, die Permalinks bei WordPress selber einzustellen. Bei blogger.com ist standardmäßig .html angehängt. Wenn das nicht weiter stört, dann:
4a) Einstellungen > Permalinks aufrufen, “Benutzerdefinierte Struktur” wählen und /%year%/%monthnum%/%postname%.html eingeben. Fertig.

Wenn das .html am Ende der Links stört, dann:
4b1) Einstellungen > Permalinks aufrufen, die Option “Monat und Name” wählen und speichern.
4b2) Abschließend in der .htaccess gleich am Anfang diesen Code einfügen
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^([0-9]{4})/([0-9]{1,2})/([^/]+)\.html$ $1/$2/$3/ [QSA,R=301,L]
</IfModule>

Und jetzt ist wirklich gut.
Das Plugin kann nach der ganzen Aktion (genaugenommen auch schon nach dem 3. Schritt) wieder deaktiviert und gelöscht werden.

Was übrigens auch geht: die Permalink-Struktur wiederum ändern. Ich z.B. bevorzuge die Option “2009/02/11/sample-post/” (Monat, Tag, Name). Ich dachte zunächst: “Huuh, nach der extra Beschreibung zu den Permalinks klappt das mit den blogger-posts garantiert wieder nicht mehr.” Weit gefehlt. Einfach nach Wunsch ändern und gut ist.

Falls ihr beim Ändern des Permalinks den netten Hinweis von WP bekommt, es könne die .htaccess nicht beschreiben, obwohl die Schreibberechtigung korrekt auf “666″ gestellt wurde: Die .htaccess muss im root-Ordner liegen, d.h. dort, wo auch die index.php und die infophp.php usw. liegen. Das ist nicht bei jedem Hoster der Fall.

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Je länger ich sie betrachtete, umso mehr erschien es mir so, als wären die Miniaturkonstruktionen kurz davor, durch ihren inneren Druck zu platzen. Es waren dicht orchestrierte semantische Bomben, durch die Bill die willkürlichen Wurzeln von Bedeutung als solcher bloßlegte – diesen von kleinen Schnörkeln, Strichen, Linien und Schleifen auf einem Blatt Papier erzeugten eigentümlichen Gesellschaftsvertrag.
Was ich liebte. Siri Hustvedt.

Nutzerstatistiken bei all-inkl per default frei einsehbar.

Gerade darüber gestolpert, dass meine Nutzungsstatistiken frei übers Web zugänglich waren. (Dass die Daten dort reichlich aussagenarm sind, weil offenbar auch alle backend-Zugriffe mitgezählt werden, sei mal dahingestellt.) Der usage-Ordner ist öffentlich lesbar und wer das nicht will, sollte ein Passwort setzen.

all-inkl macht daraus übrigens mitnichten ein Geheimnis, aber überraschend ist das dann doch schon gewesen. Denn wirklich prominent wird diese Info auch nirgendwo gesetzt. Wieauchimmer. Infos zum Webalizer (dem Statistiktool bei all-inkl) in der Anleitungsseite der FAQ. Und hier der direkte Link, wie mensch einen Verzeichnisschutz einrichtet.

Bei mir sah das ein klein wenig anders aus, aber der Ablauf ist der Gleiche. Einfach /usage/ beim zu schützenden Verzeichnis eingeben. Dann Benutzer und Passwort eintragen (kann alles frei gewählt werden). Ein paar Sekunden warten, bis der Server die Infos verarbeitet hat und fertig.

Stein des Anstoßes

Update: Matthias in den Kommentaren.
“wenn man mehrere Domains und/oder Subdomains hat, die auf verschiedene Verzeichnisse zeigen, dann wird die usage für jede einzeln erfasst – und muss dementsprechend auch einzeln gesperrt werden.”
Danke dafür.

Update 2 (13.05.2010): Ich habe den Part “per default” im dem Titel durchgestrichen. Als ich heute eine Subdomain eingerichtet habe, wurde für die Statistik der Verzeichnisschutz mit “Ja” als Standardeinstellung gesetzt. Gilt natürlich nicht rückwirkend. Also besser nochmal selber gucken.

Dieses leidige Dazwischen.

Es ist nichts halbes und nichts Ganzes. Wabert so entlang. Schlängelt sich durch die Allee der Möglichkeiten. Wäre es etwas Halbes, könnte ich wie gewohnt weitermachen. Ich würde dann nicht ständig daran denken, dass doch eigentlich noch mehr geht. Aber in Wirklichkeit geht da grade nicht mehr. Wäre es etwas Ganzes, könnte ich mich vollständig hingeben. Tagelang in den Laken wühlen. Die Welt dort draußen vergessen. Und das alles ohne das schlechte Gewissen des “aber ich kann doch noch…”. Schlimm, wenn der Kopf noch zum Nachdenken kommt. Ein leidiges Dazwischen. Dieser Schnupfen nervt.